Posthotel Kreuz-Post          


Hausbrennerei


Was Sie über unsere edlen Brände wissen sollten.

 

 

In der "Kreuz-Post" befindet sich seit über 100 Jahren eine Schnapsbrennerei, die stets von dem jeweiligen Besitzer und Postwirt geführt wurde. Von der Sonne verwöhnte Früchte haben hier den Grundstoff für die weithin bekannten Edelbrände der "Kreuz-Post" geliefert. In der kleinen Brennerei werden von den vergorenen Früchten die edlen Brände destilliert. Gerne laden wir Sie ein zu einer Besichtigung unseres Brennraumes.

Liebe interessierte Besucher unserer Brennerei

1809 wurde von Ignaz Jäger, dessen Initialen heute noch über dem Eingang zu sehen sind, das Wirtshaus “Zum Kreuz“ errichtet. Zum Grundstück gehörten auch große Teile der umliegenden "Äußeren Heilig-Kreuz-Äcker" und wurden landwirtschaftlich genutzt. Aber nicht nur Kartoffeln und Weizen wurden angebaut, sondern auch Obst, das man heute vor allem destilliert für die "Verrisserli".

Das älteste Dokument für eine Brennerei ist ein amtlicher Nachweis vom 1.10.1919, der belegt, dass eine Brennerei bereits vor 1887 bestanden hat, von heute aus betrachtet also seit über 100 Jahren! Im Badischen gibt es heute noch viele solcher Kleinbrennereien, die für die Bauern eine Möglichkeiten bieten Ihre Früchte zu verwerten. Nicht marktfähiges Obst, z. B. durch Hagelschäden beschädigtes, kann hier sinnvoll verwertet werden und das Brennen sichert somit die Existenz vieler kleiner Bauernbetriebe. Zudem wird die charakteristische Streuobstlandschaft am Kaiserstuhl erhalten, anstatt Großflächen und Monokultur. Wer einmal die Kirschblüte am Kaiserstuhl erlebt hat, wird dies verstehen.

Das sonnengereifte Obst, wohlschmeckend und vollreif, wird zur Erntezeit eingemaischt und vergoren. Einige Wochen und Monate später, nachdem draußen die Arbeit getan ist, ist "Schnapszeit" in Hunderten von Brennereien am Kaiserstuhl. Keine Großdestillieranlagen, sondern kleine Hausbrennereien. Diese dürfen im Jahr bis zu 300l puren Alkohol erzeugen, was auch vom Zoll streng kontrolliert wird. Mit Liebe und Sorgfalt wird hier das Edelste aus den Früchten herausgeholt. Zu der "Kreuz-Post" gehören auch noch über 100 Obstbäume, vor allem Sauerkirschen und Williams-Christ-Birnen. Weitere Früchte werden von einheimischen Obstbauern dazugekauft.

Zuerst wird ein Rohbrand gemacht. Die Maische kommt in den Brennkessel, wird erhitzt und der entweichende Alkohol über verschiedene Rohre zum Kühler geleitet. Dort wird der Alkohol verflüssigt und darunter aufgefangen. Es entsteht ein Rohprodukt mit ca. 15-20% Alkohol. Dieser Vorgang wird wiederholt beim Feinbrand, bei dem ein hochkonzentrierter Alkohol mit 70% und mehr entsteht. Dieser wird später auf Trinktemperatur herabgesetzt. das Prinzip haben Sie bestimmt im Physikunterricht kennen gelernt, die Praxis erfordert jedoch viel Erfahrung und Sorgfalt, um einen reinen, unverfälschten Obstbrand zu erhalten.

Die Ausbeute aus 100kg Obst beträgt je nach Sorte 1,5 - 4l Alkohol. In der "Kreuz-Post werden folgende Brände hergestellt:

Hefebranntwein aus der Hefe, die sich nach dem Vergären des Traubensaftes im Weinfass absetzt, mit 45% Alkohol. Bei den Kaiserstühlern ein Heilmittel gegen Magenverstimmungen.

Obstwasser von sonnengereiften Früchten mit 42vol% Alkohol. Vor allem Äpfel bilden den Ausgangsstoff für diesen konzentrierten Früchtegenuss der besonderen Art.

Zwetschgenwasser, einer der Klassiker unter den Kaiserstühler Bränden. Bei uns zu kaufen mit 42vol%.

Mirabellenwasser, ein süßlich-unwiderstehlicher Edelbrand aus gelben Früchten. Bei 42vol% am mildesten zu genießen.

Williams-Christ-Birne, von den Birnensorten die Königin. Unverwechselbares Aroma und eine breite Geschmacksfülle sind charakteristisch. Unsere Paradesorte mit 42vol% neben dem Sauerkirschwasser.

Kirschwasser von Süßkirschen mit 42vol% Alkohol hergestellt. Die unzähligen Schwarzkirschen des Kaiserstuhls liefern den Grundstoff für diesen weit bekannten Edelbrand.

Sauerkirschwasser, das Edelste, was aus unserer Brennerei kommt. Unter den Kirschen die aromatischste. Aber auch im Anbau die empfindlichste. Die kleinen Bäume, später reif als ihre süßen Schwestern, sind während der Blüte sehr anfällig gegen Frost und schlechte Witterung. So kann in manchen Jahren kaum 20% der normalen Ernte geholt werden. Aber das Erlebnis dieser Krönung unserer Schnapsbrände entschädigt auch für den etwas höheren Preis.

Unsere Hausbrände werden aus einheimischem Obst und Weinbauerzeugnissen mit größter Sorgfalt in unserer Brennerei vom Chef persönlich gebrannt.

 

 

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